Das Wilde Heer auf Kindstaufe

Wo Menschen alkoholische Getränke zu sich nehmen, entstehen Sagen vom Wilden Heer. Diese extrem durstige Kavallerie bietet Männern eine vorzügliche Entschuldigung, wenn sie sich an Weinvorräten vergangen haben. Die Nordheimer Geschichte variiert dies Thema besonders nett. Da kaufte ein frischgebackener Vater ein Fässchen Katzenkopf in Sommerach, um seine Taufgäste zu bewirten. Auf dem Heimweg erkannte er das Wilde Heer schon am Brausen, versteckte sich im Straßengraben und ließ die versoffenen Geister vorüberjagen. Der letzte Wilde Mann entdeckte den Nordheimer jedoch und kippte das ganze Fass in einem Zug in sich rein. Als der geprellte Kindsvater das leere Fässchen daheim vom Schubkarren laden wollte, da war’s aber wieder voll. Nun durften die Taufgäste soviel trinken, wie sie wollten, immer blieb was im Fass. Nur als der Vater das Geheimnis verriet, war’s so plötzlich leer, als hätte das Wilde Heer zugeschlagen.

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